ESTONIAN FESTIVAL ORCHESTRA EUROPEAN TOUR, JANUARY 2018

… Dmitri Shostakovich’s Sixth Symphony gave the orchestra a chance to ignite real explosives …   if, Järvi can continue this same magic with the exceptional Tonhalle Orchestra come 2019, and no doubt he will, then the years ahead in the Zürich Tonhalle will be worth their weight in gold.
bachtrack.com. Sarah Batschelet, 23 January 2018

… Und in Schostakowitschs Sechster heizt er seinem fast durchweg sehr jungen Festivalorchester derart ein, dass namentlich das Scherzo und der Final-Galopp – wohl ganz im Sinne des Komponisten – wie eine hypertrophe Parodie auf den seinerzeit vom Sozialismus verordneten Jubel klingen. Zürich darf gespannt sein.
Neue Zürcher Zeitung, Christian Wildhagen, 21 January 2018

Am Anfang war der Klang. Wie eine vom Licht durchbrochene Klangwolke zog der weiche, intensive Ton des Estonian Festival Orchestra über die Bühne des Konzerthauses … … In Schostakowitschs Sechster Symphonie trieb Järvi das fabelhaft intonierende Orchester schier mühelos über die steilen musikalischen Gipfel, von denen es sofort mit drängendem Elan weiterpreschte, ehe sich die Musiker im furios zelebrierten Galopp des dritten Satzes gegenseitig zu einem grandiosen Schlussspurt anspornten.
Wiener Zeitung, Andreas Meier, 24 January 2018

Genuss und Spielfreude stehen bei seiner Interpretation an erster Stelle … ein wahrer Ohrenschmaus.
Berliner Morgenpost, Felix Stephan, 24 January, 2018

Paavo Järvi und sein Estonian Festival Orchestra – bestehend aus jungen estnischen Musikern und internationalen Profis – machen auf ihrer ersten Europatournee Station in Berlin und erobern die Philharmonie mit schierem Tonvolumen. Mit kräftigem Strich, einem gerade nicht esoterisch-vergeistigten, sondern handfesten Pärt und mit Crescendi, die sich bis in jeden Winkel des Scharoun-Baus ausdehnen.
Der Tagesspiegel, Christiane Peitz, 24 January 2018

Den großartigen Abend beschloss Dmitri Schostakowitschs 6. Symphonie von 1939: Paavo Järvi enttäuschte auch dabei die Erwartungen der Zuhörer auf präzise sinnlich klangvolle Sinfonik keineswegs. Im Gegenteil – er verlieh dem Geschehen bemerkenswerte Tiefe, fasste die Entwicklungen in nirgends nachlassende Spannungsbögen.
Kronen Zeitung, Florian Krenstetter, 25 January 2018

Paavo Järvi bündelt sie scheinbar mühelos zu einem Klangkörper, dem man die Zusammengesetztheit nicht anmerkt, der über Geschmei- digkeit ebenso verfügt wie über die Fähigkeit zu energievollen Ausbrü- chen. Der „Cantus“ von Arvo Pärt lässt sich zugleich verstehen als ein großangelegtes Crescendo über fünf Minuten hinweg. Wie der Klang des Festival-Orchesters dabei im- mer stärker wird, ohne dass die Spannung abbrechen würde, wie er dabei nie verklumpt, sondern Durchsichtigkeit behält, das beein- druckt und prägt auch die folgen- den Stücke: Sibelius’ Violinkonzert, bei dem gemeinsam mit Solistin Viktoria Mullova eine zarte, kam- mermusikalisch anmutende Auf- führung gelingt; bei Schostako- witschs 6. Sinfonie, deren Schluss- satz im mühelosen Galopp vorüber- zischt. Sanft spielt dieses Orchester unter Paavo Järvis Leitung, aber es versteht ebenso, mit dem Florett zu kämpfen, präzise und virtuos.
Berliner Zeitung, 24 January 2018

Dass eine solche Aufgabe einem ausgewiesenen Orchestererzieher wie Paavo Järvi, übrigens zurzeit ‘Artist in Residence’ der Philharmonie Luxemburg, ein Leichtes ist, war zu erwarten. Dass aber auch das junge und jugendlich besetzte Orchester einer solchen Aufgabe in so einer mitreißenden und überwältigenden Manier gewachsen ist, war nicht selbstverständlich. Feine Soli, insbesondere in den Holzbläsern und ein ausgereiftes energiegeladenes und auch kammermusikalisch ausgereiftes Miteinander aller Orchestergruppen bezeugen die kreative Inspiration des Kurortes Pärnu und der Familie Järvi, die dort ihren Sommersitz hat.
Pizzicato, 26 January 2018